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Herein!
Herzlich willkommen, lieber Gast!
Sicher interessiert dich, wer sich da unter dem Titel "Meilenzauber-Zaubermeilen" produziert hat.
Mein Vater gleichen Namens, beschloss am 26.Mai 1930, dem Tag meiner ersten Luftprobe, mich nach ihm zu benennen. Später zogen mich böse Buben damit auf. Aber das gab sich.
Vater war ein perfekter Schuhmacher. Für seine begehrten Aufträge brauchte er viel gutes Leder. Das musste er per Fußweg aus einer Stadt besorgen. Dabei holte er sich eine schwere Erkältung. Sie artete zur Tuberkulose aus und kostete ihn 1940 das Leben.
Mutter brachte uns vier Kinder mit einem "Tante-Emma"-Laden durch. Den verschlang 1945 der Krieg.
Vater hatte mich ungewollt angesteckt. In Posen, Petristraße 7 lernte ich Lebertran, Spinat und Blutsenkungen hassen. Die Seelenfoltern und ein Jahr Bettfessel hatten auch ihr Gutes. Ich wurde gesund. Auf den ersten Schulwegen bekam ich geschwollene Knie. Die hatten das Gehen verlernt.
Im Januar 1945 kappte die Sowjetarmee meine Schule. Wo die Panzer durchmarschierten, lagen an den Straßen verwaiste Pkw. In ihre offenen Türen trieb der Sturm Schnee und Schmutz. Ich träumte davon, ein Auto mitzunehmen. Aber wie und wozu?
Der nun freie polnische Staat verlangte von mir, dem 14- Jährigen, einen Teil Kriegsschuld abzuleisten. Nun träumte ich drei Jahre vom Sattessen
und immer - vom Autofahren. Ende 1947 gelang uns die Flucht in die damalige sowjetische Besatzungszone.
Mit dem ersten verdienten Geld meldete ich mich 1948 bei Fahrlehrer Richter in Pritzwalk. Er lehrte er mich, seinen lammfrommen Opel P4 sicher zu lenken. Seither habe ich Pkw, Lkw und Busse gelenkt, es junge Menschen gelehrt und bewiesen, dass es möglich ist, sechzig Jahre Unfälle zu vermeiden.
Ich tanze sehr gerne Walzer - aber nicht per Auto - auf der Fahrbahn. Andere brachten mich dazu. Aber Schutzengel "Maxi" war bei mir!
Beichten muss ich - einen ersten Punkt in Flensburg. Unvermutete Blitzer bedecken immer dichter das unfallreichste Bundesland Brandenburg. Das geht in Ordnung! Der Punkt besagt auch dies: Niemand nenne mich einen greisen "Schleicher" !
Ihr Eduard Becker

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